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Schirmeltern


Walter Hirche

Vorsitzender des Fachausschusses Bildung
der Deutschen UNESCO-Kommission



Das Filmprojekt „199 kleine Helden“ porträtiert Kinder in allen Ländern der Erde auf ihrem Schulweg. Dadurch werden die vielfältigen Lebensbedingungen von Kindern weltweit sichtbar gemacht. Mal ist der Schulweg ein beschwerlicher, stundenlanger Fußmarsch durch die Berge, mal eine abenteuerliche Fahrt mit dem Skateboard durch die Großstadt. Die Protagonisten überwinden zum Teil große Hürden, um an Schulbildung teilhaben zu können. Dies zeigt: Bildung ist ein Menschenrecht, aber keine Selbstverständlichkeit. Die 199 kleinen Helden setzen ihr Recht auf Bildung täglich selbst um, indem sie sich auf den Weg machen. Sie strahlen ihre Freude darüber aus, zur Schule gehen zu dürfen. Ihre eindrucksvollen Geschichten zeugen von Mut und Hoffnung.

Die kleinen Heldinnen und Helden gehen zur Schule, weil sie Polizistin, Tierarzt oder Bollywood-Star werden möchten. Und weil sie ihre Gesellschaft verändern und verbessern wollen. Indem das Filmprojekt die Träume und Gedanken der Kinder dokumentiert und ernst nimmt, rückt es nicht nur ihren Zugang zu Schulbildung, sondern die Entwicklung ihrer gesamten Persönlichkeit in den Mittelpunkt. Dadurch wird die transformative Kraft von Bildung deutlich, welche die UNESCO immer wieder belegt.

Die UNESCO betont: Bildung ist der Schlüssel zu individueller und gesellschaftlicher Entwicklung. Sie befähigt Menschen dazu, ihre Persönlichkeit zu entfalten und ein erfülltes Leben zu führen. Sie ist Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben, das von Toleranz und Respekt für den Anderen geprägt ist, und für eine nachhaltige Entwicklung. Bildung vermittelt die Fähigkeit zum kritischen Denken und Hinterfragen angeblicher Wahrheiten. Sie ist essentiell, um Diskussionen auf Tatsachen und gut begründeten Argumenten aufzubauen und schafft die Voraussetzungen dafür, Fakten von Erzählungen zu unterscheiden und eigenständig verlässliche Informationen einholen zu können.

Über die Kinder als Botschafter befördert das Filmprojekt „199 kleine Helden“ interkulturelles Verständnis und Empathie. Gleichzeitig wird die entscheidende Bedeutung von Bildung für das Leben dieser Kinder hervorgehoben. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat daher sehr gerne die Schirmherrschaft über das Projekt „199 kleine Helden“ übernommen. Damit Bildung ihr Potenzial entfalten kann, muss sie chancengerecht und inklusiv sein. Es ist ein zentrales Anliegen der UNESCO, dass allen Menschen die gleichen Möglichkeiten offen stehen, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben, unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, sozialen oder ökonomischen Voraussetzungen. Chancengerechtigkeit und Inklusion in der Bildung sind Kernziele der Globalen Bildungsagenda 2030, die im September 2015 von der internationalen Staatengemeinschaft verabschiedet wurde. Sie ist verankert in Ziel 4 der Sustainable Development Goals: „Bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sicherstellen sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen fördern“. Die Deutsche UNESCO-Kommission setzt sich dafür ein, dass die Bildungsagenda 2030 zu einem Kernstück politischen Handelns wird, damit eines Tages alle kleinen Heldinnen und Helden, alle Kinder und Menschen weltweit ihr Recht auf Bildung realisieren können.


Winfried Kretschmann

Ministerpräsident
des Landes Baden-Württemberg


„Als Schirmherr dieser Filmreihe wünsche ich mir, dass die Botschaft der „199 kleinen Helden“ weltweit gehört wird“

199 kleine Helden – das sind 199 Geschichten von Mut und Phantasie, von Träumen und Hoffnung. Die Kurzfilmreihe begleitet insgesamt 199 Kinder, eines aus jedem Land dieser Erde, im Alter zwischen acht und zwölf Jahren, auf ihrem Weg zur Schule. Dieser Weg, der Weg zu Bildung, ist dabei Sinnbild für den Aufbruch in die Zukunft. Oft ist der Schulweg der Kinder voller Unsicherheiten und auch Gefahren – für jede kleine Heldin und jeden kleinen Helden eine ganz individuelle Herausforderung. Er ist aber auch voller Möglichkeiten und neuer Erfahrungen. Die Dokumentation gewährt so Einblick in das Leben der Kinder und in die Gesellschaft, in der sie heranwachsen. Über alle kulturellen und sozialen Grenzen hinweg erobern die kleinen Heldinnen und Helden das Zuschauerherz durch ihre entwaffnende Offenheit, Klugheit und Aufrichtigkeit.

Für mich als ehemaligen Lehrer ist das Streben dieser Kinder nach Bildung und damit nach einer Chance auf eine bessere Zukunft besonders faszinierend und ebenso bewegend. Schließlich ist Bildung ein Grundrecht, für das Menschen weltweit immer wieder kämpfen müssen. Die Botschaft dieser Filmreihe ist deswegen so besonders wichtig. Es lohnt sich, zu kämpfen. Es lohnt sich, sich auf den Weg zu machen.

Das scheint auch das Motto des Ehepaares Walter Sittler und der Filmemacherin Sigrid Klausmann zu sein, die das Projekt ins Leben gerufen haben. Die Umsetzung der Mammutaufgabe „199 kleine Helden“ verlangt ihnen einiges ab – beruflich, aber auch privat. Doch sie sind durch und durch erfüllt von ihrem Wunsch, den „199 kleinen Helden“ eine Stimme zu geben.

Als Schirmherr dieser Filmreihe wünsche ich mir, dass die Botschaft der „199 kleinen Helden“ weltweit gehört wird und danke allen Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Patinnen und Paten herzlich für Ihren Einsatz. Ganz besonders aber danke ich den „199 kleinen Heldinnen und Helden“ für ihren inspirierenden Glauben an die Zukunft.


Hannelore Kraft

Ministerpräsidentin
des Landes Nordrhein-Westfalen


„Wir, die wir heute die Grundsteine für ihre Zukunft legen, sollten gut zuhören und gemeinsam anpacken, damit sich nicht ihre Ängste bewahrheiten, sondern sie ihren Traum leben können.“

Für die meisten Kinder und Jugendlichen in unserem Land ist das Recht auf Bildung eine Selbstverständlichkeit. Lernen zu dürfen, wird von ihnen oft nicht als Privileg, sondern als lästige Pflicht wahrgenommen. „199 kleine Helden“ zeigt in eindrucksvoller Weise, welche Mühen Kinder anderenorts - und auch bei uns - auf sich nehmen, um durch ihren Schulbesuch die Möglichkeit für ein selbstbestimmtes Leben zu bekommen. Die kleinen Heldinnen und Helden erzählen aber auch von ihren Ängsten, Träumen und Hoffnungen. Über alle geografischen, kulturellen und religiösen Grenzen hinweg unterscheiden sich diese kaum. Wir, die wir heute die Grundsteine für ihre Zukunft legen, sollten gut zuhören und gemeinsam anpacken, damit sich nicht ihre Ängste bewahrheiten, sondern sie ihren Traum leben können.